Eine Übung zum Thema „Wasserförderung“ stand am Samstag für einige Standorte der Feuerwehr der Stadt Butzbach sowie der Fachgruppe Katastrophenschutz der Feuerwehr Frankfurt am Main auf dem Ausbildungsplan.
Das Übungsgelände befand sich im Stadtteil Hoch-Weisel und erstreckte sich über die Feldgemarkung bis auf den angrenzenden Hausberg. Als Übungsziel stand dabei die Erprobung des kommunalen Einsatzplans zur Wasserversorgung über lange Wegstrecken im Mittelpunkt. Hierbei war auch die Einbindung des Abrollbehälters Löschwasserversorgung, welcher auf dem Hytrans Fire System basiert, in die Wasserversorgung maßgebend.
Das angenommene Szenario war wie folgt: Seit mehreren Wochen bestand aufgrund hochsommerlicher Temperaturen bei keinem Niederschlag extreme Trockenheit. Laut dem Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes (DWD) war an den Stationen Bad Nauheim und „Kleiner Feldberg“ (Taunus) die Stufe 5 ausgerufen worden.
Im Bereich des Hausbergaussichtsturms sind neben Misch- und Laubwaldbeständen aufgrund von Borkenkäferbefall abgestorbene Fichtenbestände anzutreffen. Bestände aus befallenem Totholz in Hanglagen waren noch nicht abgeerntet worden und auf den bereits abgeernteten Flächen lagen noch erhebliche Mengen trockenen Totholzes am Boden.
Eine Wandergruppe pausierte unterhalb des Hausbergs und hatte dabei die Warnungen, die in den vergangenen Wochen über diverse Kanäle verbreitet worden waren, missachtet. Zur Verpflegung hatte die Wandergruppe einen Einweggrill verwendet und diesen anschließend in der Hoffnung, unbemerkt zu bleiben, unsachgemäß im Unterholz entsorgt. Es kam zu einem Brand, der sich rasch ausbreitete.
Die externe Einheit (Fachgruppe KatS der Feuerwehr Frankfurt/M) nahm mit dem Abrollbehälter Löschwasserversorgung am Löschteich in Hoch-Weisel Aufstellung. Nachdem das Equipment zur Löschwasserentnahme aufgebaut worden war, erfolgte zeitnah die Verlegung von F-Schläuchen über ca. 2,1 km ohne Zwischenpumpen bis zur Löschwasserübergabestelle am Grillplatz am Hausberg. Von hier aus wurde das Löschwasser über eine rund 1,7 km lange konventionelle B-Leitungen mit mehreren Verstärkerpumpen weitergefördert, so dass sich die gesamte Förderstrecke auf 3,8 km belief. Über die gesamte Förderstrecke musste ein Höhenunterschied von insgesamt 243 Höhenmetern bewältigt werden.
Im Nachhinein zeigten sich die Übungsverantwortlichen mit der eher zeitaufwendigen Übung durchaus zufrieden. Ein Dankeschön geht an alle Übungsteilnehmer.




