Blaulicht, Waffelduft und jede Menge Action: Voller Erfolg beim Tag der offenen Tür der Feuerwehr Butzbach
Bei strahlendem Sonnenschein und bester Stimmung strömten am vergangenen Samstag zahlreiche Besucherinnen und Besucher zum Feuerwehrhaus in Butzbach. Der Standort Butzbach der Freiwilligen Feuerwehr und der Förderverein der FF Kernstadt e.V. hatten ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt, das Groß und Klein begeisterte.
Der zweite stellvertretende Wehrführer, Sascha Eiteneuer, eröffnete das Fest um 10 Uhr und versprach den Gästen viel Wissens- und Sehenswertes. Das Versprechen wurde gehalten: Während sich die jüngsten Besucher auf einer dauerhaft ausgelasteten Hüpfburg austobten, luden Brandschutzerzieherin Manuela Schneider und Patrizia Klein zu kreativen Bastelaktionen rund um das Thema Feuerwehr ein.
Neben Spiel, Spaß und Technik stand auch die Sicherheit im Alltag im Fokus. Die Bevölkerung erhielt wertvolle und praktische Tipps zur privaten Krisen- und Katastrophenvorsorge. Die Brandschützer erklärten unter anderem, wie man sich im Falle eines großflächigen Ausfalls des Strom- und Mobilfunknetzes verhält und wo Bürger im Stadtgebiet im Ernstfall Notrufe absetzen und Hilfe finden können. Die Feuerwehr informierte auch über die Bedeutung verschiedener Sirenensignale und den Nutzen der Warn-App NINA.
Die Jugendfeuerwehr präsentierte nicht nur ihr Wissen an einer Station für „Knoten und Stiche“, sondern bewies bei einer Schauübung echtes Geschick. Unter der Leitung von Jugendfeuerwehrwart Pascal Weinmann bekämpften die Jugendlichen den simulierten Brand eines Palettenhauses professionell von drei Seiten. Erst nach der Kontrolle mit einer Wärmebildkamera hieß es schließlich: „Feuer aus!“
Ein besonderer Blickfang war die Oldtimer-Parade, die morgens mit einer Werberunde durch die Butzbacher Innenstadt startete. Im Mittelpunkt stand das Tanklöschfahrzeug TLF 16, liebevoll „Hansemil“ genannt, das in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag feiert und am Marktplatz gebührend mit Glückwünschen geehrt wurde.
Neben den historischen Schätzen gab es auch modernste Technik zum Anfassen. Die Besucher konnten die aktuellen Einsatzfahrzeuge inspizieren, sich bei der Drohnenstaffel informieren oder am Feuerlöschtrainer den Ernstfall proben. Der Standort Hoch-Weisel demonstrierte einen Dekontaminationsplatz und forderte die Geschicklichkeit der Gäste heraus: Wer versuchte, mit dicken Einsatz-Gummihandschuhen Schrauben und Muttern zusammenzufügen, merkte schnell, wie viel Fingerspitzengefühl im Einsatz nötig ist.
Ein weiteres Highlight war die von Julia Marx (Standort Nieder-Weisel) moderierte Feuerwehr-Modenschau. Von der Jugendkleidung über die klassische Ausgehuniform bis hin zum schweren Chemieschutzanzug zeigten die Einsatzkräfte die enorme Bandbreite ihrer Ausrüstung. Mut bewiesen die jüngeren Gäste an der Drehleiter: Gut gesichert kletterten sie eine hängende Strickleiter hinauf, um stolz die Glocke am Korb zu läuten.
Dank einer großen Auswahl an Grillspezialitäten, Wraps, Waffeln, Kaffee und Kuchen war auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt. Die Feuerwehrleute und Vereinsmitglieder zogen ein rundum positives Fazit und bedankten sich herzlich bei der Butzbacher Bevölkerung für die großartige Unterstützung und den zahlreichen Besuch.




