Am Dienstagmorgen um 03:30 Uhr wurde die Feuerwehr der Stadt Butzbach mit den Standorten Kernstadt und Nieder-Weisel sowie der Facheinheit A.N.T.S. aus Bodenrod zu einem Dachstuhlbrand alarmiert. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte standen das Dachgeschoss sowie der Treppenraum bereits in Vollbrand. Das Einsatzstichwort wurde erhöht, daraus resultierte die Alarmierung des Standortes Hoch-Weisel.
Unverzüglich wurde mit der Brandbekämpfung begonnen. Aufgrund der bereits weit fortgeschrittenen Brandausbreitung und der nicht mehr begehbaren Treppe ins Obergeschoss konnten die Löschmaßnahmen ausschließlich von außen durchgeführt werden. Der Einsatz erfolgte dabei über die Drehleiter sowie über tragbare Leitern. Zeitgleich wurde durch den Aufbau einer Riegelstellung ein Übergreifen des Brandes auf benachbarte Gebäude wirksam verhindert.
Nach erfolgreicher Brandbekämpfung wurden im Dachgeschoss verbliebene Glutnester gezielt abgelöscht.
Zur Sicherstellung der Versorgung der eingesetzten Kräfte wurde die Facheinheit Verpflegung an die Einsatzstelle nachalarmiert. Darüber hinaus kam die Notfallseelsorge zum Einsatz. Fachberater des Technischen Hilfswerks unterstützten die Einsatzleitung bei der Beurteilung der Einsturzgefährdung des Gebäudes. Durch der Facheinheit Drohne der Feuerwehr der Stadt Butzbach wurde die Einsatzstelle zusätzlich aus der Luft beobachtet.
Ein Bewohner wurde mit leichten Verletzungen zur weiteren medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus eingeliefert. Die beiden weiteren Bewohner konnten das Gebäude unverletzt verlassen. Ein Feuerwehrangehöriger erlitt im Einsatzverlauf ebenfalls leichte Verletzungen, konnte seine Tätigkeit jedoch fortsetzen.
Nach rund sieben Stunden konnte der Einsatz beendet und die Einsatzstelle an den Eigentümer übergeben werden.
Im Einsatz waren 12 Fahrzeuge der Feuerwehr mit 53 Einsatzkräften, der Abrollbehälter Atemschutz aus Bad Nauheim sowie die Brandschutzaufsicht des Wetteraukreises. Desweiteren waren zwei Rettungswagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug, eine Streife der Polizei sowie der Energieversorger EVB am Einsatzort.




